Wir sind so viel mehr...

Aktualisiert: 25. Aug.

Immer wenn ich meinen Gedanken so freien Lauf lasse, galoppiere ich in eine Welt, die nicht sichtbar und für mich doch irgendwie real ist.


Eine Geschichte über mich


Mädchenzeit

und wie meine Phantasiewelten und Gaben in den "Keller" rutschten



Schon als kleines Mädchen hab ich mich lieber alleine beschäftigt. Mit meinen Buntstiften, und Farben, in der Natur, egal ob auf einer Blumenwiese oder bei einem Bachlauf. In meiner Phantasie und meinen Träumen war ich nie alleine, um mich waren immer jede Menge Pferde, Feen, Elfen, und vieles mehr. Meine Mama hat immer gelächelt und mir erklärt: “Das gibt es nicht, das bildest du dir nur ein." Mhh irgendwann hab ich das dann wohl geglaubt und es niemand mehr erzählt.

Meine Phantasiewelt ist immer kleiner geworden und im Laufe der Jahre hab ich sie vergessen.

Wie das halt so ist, Schule beginnt, immer mehr Regeln und Sätze wie ich was zu tun habe, welche Leistung vor einer Belohnung kommt, Pubertät, Machtkämpfe mit meinen Eltern haha !

Was hab ich mit meinem Papa gestritten, immer war das Thema meine Noten.

Ja und so wurde mein Fell immer dicker, mein Panzer und auch ich wurde immer dicker.

Alles versteckt und verborgen, nur keine Gefühle zeigen.


Arbeitszeit

und welche Werte waren mir wichtig


Nachdem ich nicht die Vorzeigetochter mit tollem Studium sein wollte, und immer schon eine Rebellin war, ging's ab in ein großes Unternehmen. "Da bist du sicher, da bekommst du ein gutes Gehalt." Stimmt, und ich muss sagen so im Nachhinein die waren wirklich sehr tolerant dort, denn meine zweite Pubertät holte ich in den ersten Jahren nach.

Mit 22 Jahren ausgezogen von zu Hause, eigenes kleines Reihenhaus gebaut und weil ja mein Mädchentraum ein Pferd war, hatte ich mir mit 19 Jahren ein Pferd gekauft.

Irgendwann bin aber sogar ich draufgekommen, dass sich das finanziell nicht ausgehen kann, weil gelebt hab ich schon immer in Saus und Braus, na da hat es mir ja an nichts gefehlt, kaum war das Geld am Konto war es schon wieder weg.

Eine Zeit lang fing ich mit einem zusätzlichen Job die Schulden ab, aber dann musste ich entscheiden mein Pferd zu verkaufen. Gut ausgebildet, ein Sprungtalent, hatte ich schon einen Käufer.

Aber dann verletzte es sich und mußte leider eingeschläfert werden. Es war wie wenn es nicht sein sollte, diese lustige Kerl wollte anscheinend nicht weitergehen.- Nur so ein Gedanke -


Familienzeit

und plötzlich gibt's da einen kleinen Menschen voller Liebe der dein ganzes Leben auf den Kopf stellt


Ja und dann kam mein erster Mann in mein Leben, und mit ihm unser gemeinsamer Sohn.

Ich hatte mittlerweile eine Karriere in meinem ersten Beruf aufgebaut, das Mama - Sein war am Anfang schwer für mich. So vom beruflichen Leben, sehr viel im Ausland unterwegs, strukturiert, und erfolgreich, plötzlich daheim und ganz ehrlich ich war soooo überfordert mit meinem Baby.

Eigentlich hilflos, meine größte Sorge war, daß ich was falsch mache.

So ein kleiner Mensch, der sich MICH als Mama ausgesucht hat -das glaub ich wirklich, wir suchen uns unsere Eltern aus- hat mein Herz voll aufgerissen und plötzlich waren da soviel Gefühle, die ich vergraben hatte. Es war überwältigend und ich überfordert.

Das legte sich aber schnell, und die Gemeinschaft um mich, mit vielen Mamas hat mir gut getan.


Alleinerziehende-Zeit

bäh dieses Wort mag ich ja gar nicht



Leider hat diese Zeit der beruflichen Laufbahnen unserer Ehe nicht gut getan, und nach vielen Hin und Her, Emotionen und Schuldgefühlen, trennten wir uns. Plötzlich war ich mit meinem Sohn alleine.

Also ja alleine, ich hatte natürlich Hilfe meiner Familie und sein Papa war immer da für meinen Sohn. Aber gefühlt war ich alleine.

Alleine im Reihenhaus, mit Kindergartenkind und 30 Stunden Job, wieder war meine Karriere wichtig. ICH bringe ja alles unter einem Hut, ICH kann das. HAHA

Das Fell wurde immer dicker, zum Fühlen kam ich ja gar nicht mehr, und ich bin mir ganz sicher mir ging es nicht alleine so.


Wie es mit mir weitergeht und ich schliesslich meine kleine Phantasiewelt und mein inneres Universum wieder entdeckt habe... und warum wir sooo viel mehr sind .....es bleibt spannend.......









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